Bau der 2. Gauchachtalbrücke mit BIM

Die Gauchachtalbrücke aus dem Jahr 2002 erhält einen Zwilling. Die zweite Gauchachtalbrücke wird mit rund 800 Metern Länge, 100 Metern Spannweite und 44 Metern über Grund südlich der vorhandenen Brücke entstehen.

Das Regierungspräsidium Freiburg ist bestrebt, die Entwurfsplanung der zweiten Brücke noch in diesem Jahr abzuschließen. Der Abschluss des Planänderungsverfahrens zur Erlangung des Baurechts ist derzeit für Ende 2019 avisiert. Die Hauptausschreibung des Brückenneubaus könnte dann bei optimalem Verlauf Anfang 2020, die Vergabe im Herbst 2020 und der Hauptbeginn im Frühjar 2021 erfolgen. Der Bau soll rund drei Jahre dauern. Für die Errichtung der Brücke werden rund 30 Millionen Euro an Kosten gerechnet. Dabei sollen das äußere Erscheinungsbild und die Abmessungen identisch sein.

Die Besonderheit ist bei diesem Projekt die Planungsmethodik. Die Brücke wird mit BIM geplant und ist eines der BMVI-Pilotprojekte im Rahmen des Stufenplans Digitales Planen und Bauen. Mit BIM soll ein digitales Modell für Planung, Bau und Betrieb des Bauwerks geschaffen werden, das für alle Projektbeteiligten genutzt werden kann. Sämtliche Projektinformationen sollen frühzeitig im Modell abrufbar sein. Damit kann sowohl die Qualität, als auch die Termin- und Kostensicherheit erhöht werden.

Die zweite Gauchachtalbrücke ist eines von insgesamt elf Pilotprojekten bundesweit im Fernstraßenbau. Die Straßenbauverwaltung Baden-Württemberg war mit diesem Projekt auch eines der BIM Awards-Preisträger des BIM Cluster BW. Sie erhielt einen Preis für die ausgezeichnete Projektorganisation und -kommunikation sowie Schnittstellenkoordinierung während der Projektphase.


Quelle: Südkurier Villingen-Schwenningen vom 25.08.2018, Seite 30, Tageszeitung

Hinterlasse einen Kommentar

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.