Beton aus dem 3D-Drucker


In vielen Branchen wird der 3D-Drucker bereits routinemäßig eingesetzt wie beispielsweise für gewichtsoptimierte Bauteile bei Autos und Flugzeugen oder bei maßgeschneiderten Implantaten. Nur das Bauwesen profitiert noch kaum von dieser Technologie. Bauteile werden hier gewöhnlich aus Beton gegossen. Die dafür benötigte Verschalung begrenzt jedoch die Formgebung. Mit der sogenannte additiven Fertigung über den 3D-Drucker ist hingegen eine große Formenvielfalt möglich.

Forscher an der Technischen Universität München (TUM) ist es nun erstmals gelungen, filigrane, bionische Strukturen aus echtem Beton zu drucken. Dabei wurden dünne Sandschichten Lage für Lage genau an den Punkten, an denen die massive Struktur entstehen soll, mit einem Gemisch aus Zement und Wasser getränkt. Nach dem Abbinden aller Schichten lässt sich dann der überschüssige Sand entfernen und übrig bleibt die gewünschte Betonstruktur.

So entstand der Prototyp eines mit 3D-Druck gefertigten Bauteils: eine 20 cm hohe, dünnwandige Betonröhre, in deren Innerem sich filigrane Verstrebungen befinden, die das komplette Gebilde stabilisieren. Das Bauteil sei dabei genauso stabil und belastbar wie ein herkömmlicher, gegossener Beton.

Der 3D-Druck wird das Bauwesen verändern, denn die Technik erlaubt eine freiere Formgebung und mehr Vielfalt, weil jedes Bauteil individuell gestaltet werden kann, ohne dass zusätzliche Kosten entstehen. Eines der größten Testobjekte der Forscher an der TUM ist ein Wandelement mit der Abmessung von 150 cm x 50 cm x 93 cm:

Foto: Dr.-Ing. Klaudius Henke / TUM – www.tum.de

Mehr über das Forschungsprojekt können Sie in folgendem Video erfahren:

Quelle: www.tum.de/die-tum/aktuelles/pressemitteilungen/detail/article/34334/

2 Gedanken zu „Beton aus dem 3D-Drucker

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