BIMiD-Leitfaden – So kann der Einstieg in BIM gelingen

Viele Unternehmen, vor allem mittelständische, haben in den letzten Jahren realisiert, dass die Digitalisierung ihrer Unternehmensprozesse ein essentieller Bestandteil der Zukunftsfähigkeit ist. Die Digitalisierung ermöglicht die Zusammenarbeit zwischen Unternehmen und die Verfügbarkeit der richtigen Informationen, zum richtigen Zeitpunkt, am richtigen Ort.

Um Firmen hierbei zu unterstützen, hat das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWi) die Förderinitiative „eStandards – Geschäftsprozesse standardisieren – Erfolg sichern“ mit 20 Projekten rund um die Digitalisierung im Mittelstand ins Leben gerufen. Als Bestandteil des Förderschwerpunkts „Mittelstand- Digital“ wurden hier konkrete Lösungen und Hilfestellungen für Schwierigkeiten und Fragen im Mittelstand entwickelt.

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openBIM und IFC – wie alles begann

In 1995 schloss sich Autodesk mit 11 weiteren Unternehmen zusammen, um die Vorteile der Interoperabilität und den vollständigen Informationsaustausch zwischen den vielen Softwareprogrammen im Bauwesen zu ermitteln. Ein zentraler Punkt war dabei die Verbesserung des immer wieder nicht zufrieden stellenden Datenaustauschs aufgrund fehlender oder ungenügender IT-Schnittstellen im Bauwesen. Diese Planungs-, Ausführungs- und Bausoftwareunternehmen wurden aufgrund ihrer internationalen Ausrichtung und ihrer Bereitschaft, in die Zukunft der Bauindustrie zu investieren, zusammengeführt. Die intensive, einjährige Untersuchung brachte drei wichtige Erkenntnisse:

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BMW goes BIM

Im Dezember 2017 haben Vertreter der BMW Group den Bau einer Teststrecke in Tschechien angekündigt. Das rund 500 Hektar große Areal wird in Sokolov (Falkenau an der Eger) im Regierungsbezirk Karlsbad entstehen. Dabei wird für das Bauprojekt die BIM-Methodik angewendet und befindet sich derzeit in der Planungsphase. Durch den Einsatz von BIM sollen Mehrwerte erzeugt werden, die sich auf die Koordination und Kommunikation, sowie auf die Entscheidungsfindung und Kostensicherheit auswirken. Dazu hatte BMW einen BIM-Standard entwickelt und seit 2018 werden alle Bauprojekte auf diese Weise realisiert.

Das BIM-Projekt wurde als weiteres Pilotprojekt in drei Phasen eingeteilt, um ein einheitliches Verständnis bei allen Projektbeteiligten zu gewährleisten:

  1. BIM-Initiierungsphase zur Abstimmung der BIM-Liefervorschriften
  2. Testphase, in der die Anforderungen aus den BIM-Liefervorschriften getestet wurden
  3. Kollaborationsphase für die Umsetzung der BIM-Anwendungsfälle
Bild: Build-Ing.de

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Umfrage: Implementierung von BIM-Methoden

In den kommenden Jahren wird die Bauindustrie sich durch neue Trends wie BIM nachhaltig verändern. Die BIM-orientierte Arbeitsweise verspricht zahlreiche Vorzüge, bringt anfangs aber auch seine Hürden, die bewältigt werden müssen.

Im Rahmen einer Masterarbeit untersucht Frau Lapaczinski, Baumanagement-Studentin an der Hochschule Karlsruhe, die Implementierung von BIM in Unternehmen. Sie wird von unserem Kunden Ernst² Architekten AG dabei betreut. Wir möchten junge Talente natürlich auch bei der Weiterbildung unterstützen und bitten unsere Leser, unter dem folgenden Link an der Umfrage teilzunehmen:

https://www.umfrageonline.com/s/fddaffa

Ziel dieser Umfrage ist es, praktische Erkenntnisse über den Einsatz von BIM zu erhalten und herauszufinden, welche Voraussetzungen in einem Unternehmen geschaffen werden müssen, um einen reibungslosen BIM-Prozess gewährleisten zu können. Die Umfrage ist anonym und nimmt nur wenige Minuten in Anspruch.

Wir würden uns auch freuen, wenn Sie die Umfrage an Ihre Kollegen weiterleiten. Vielen Dank dafür!

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3D-CAD wird immer üblicher

Die Digitalisierung im Bauwesen breitet sich immer weiter aus. Kaum ein großes Bauunternehmen hat in Sachen BIM noch nicht mitgezogen. Damit ändert sich auch die Arbeitsweise der Planer, denn nicht einmal jeder zehnte deutsche Planer entwirft mehr mit Papier und Zeichenstift. Geplant wird heutzutage fast nur noch digital. Vor allem 3D-CAD-Software breitet sich zunehmend aus. Zu den europaweit favorisierten 3D-CAD-Lösungen zählen u.a. AutoCAD und Autodesk Revit.

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Neues Mittelstand 4.0-Kompetenzzentrum Planen und Bauen

Im Bauwesen ist die Digitalisierung wie in anderen Industrien ein großes Thema. Das digitale Planen, Bauen und Betreiben mit BIM birgt große Chancen, aber auch einige Herausforderungen besonders für kleinere und mittlere Unternehmen. Viele Fragen hemmen dabei die Durchsetzung digitaler Methoden und Werkzeuge: Wie werden Mitarbeiter besser qualifiziert? Wie kommt die Digitalisierung auf die Baustelle? Welche Investitionen müssen gemacht werden, um mit den digitalen Anforderungen von Planern und Bauherren Schritt halten zu können?

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Die besten BIM-Projekte Baden-Württembergs

Der Wettbewerb BIM Award 2018 des BIM Cluster Baden-Württemberg e.V. prämierte auch in diesem Jahr Projekte, die den Mehrwert und das Potenzial der BIM-Methode aufzeigen – ob in Unternehmenskooperationen oder wissenschaftlichen Netzwerken. Er prämiert den Pioniergeist und steht als Leuchtturm für Leistungskraft und Zukunftsfähigkeit der Branche und des Standorts Baden-Württemberg. Firmen und Projekte aus Baden-Württemberg stehen im Fokus der Preisausschreibung. Gesucht wurden wieder Ideen aus den Bereichen Prozesse und Organisation, Forschung und Lehre, besondere Projekte und – neu in 2018 – im Bereich KMU und Handwerk. Die Verleihung fand am 10. April 2018 mit rund 180 Gästen im Haus der Architekten in Stuttgart statt.

Festrednerin der diesjährigen Preisverleihung war Katrin Schütz, Staatssekretärin im Ministerium für Wirtschaft, Arbeit und Wohnungsbau des Landes Baden-Württemberg. In ihrer Rede betonte sie explizit die Potenziale von BIM: »Baden-Württemberg wird nur führender Innovations- und Wirtschaftsstandort bleiben, wenn wir die Chancen der Digitalisierung in allen Wirtschaftsbereichen nutzen. Die Bauwirtschaft ist eine der Schlüsselbranchen der deutschen Wirtschaft. Ihre Produktivität kann weiter gesteigert werden, wenn die Potenziale der Digitalisierung auch für die Bauwirtschaft im Land richtig genutzt werden. Die konsequente Anwendung von BIM weist hier den Weg.«

Die Gewinner wurden in verschiedenen Kategorien geehrt:

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Handbuch für die Einführung von BIM durch den europäischen öffentlichen Sektor

BIM steht als Synonym für die Digitalisierung in der Baubranche. Öffentliche Beschaffer und Regierungen in Europa und weltweit sehen BIM als strategisches Instrument zur Erreichung von Kosten-, Qualitäts- und Politikzielen. Die EU TASK Group veröffentlichte letztes Jahr das EU-Handbuch „Handhabung für die Einführung von BIM durch den europäischen öffentlichen Sektor“. Kürzlich ist nun auch die Deutsche Version erhältlich.

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Rückblick: Bereit für BIM – Veranstaltung für Entscheider aus der TGA

Die BIM-Arbeitsmethode verändert die Herangehensweise, die Durchführung und das Betreiben von Bauprojekten grundlegend. BIM-Prozesse verhelfen nicht nur allen Beteiligten am Bauprojekt zu einer größeren Produktivität, sondern tragen auch zu einer höheren Arbeitsqualität bei und ziehen mehr kreative Talente an. Da sowohl öffentliche Einrichtungen als auch Unternehmen zunehmend die Vorteile von BIM nutzen wollen, ist es auf jeden Fall an der Zeit, damit zu starten. Denn nur wer diese Planungsmethode richtig nutzt, verliert nicht den Anschluss an die digitale Prozesskette der Baubranche.

Aus diesem Grund hat die Bytes & Building GmbH am 8. März 2018 unter dem Motto „Bereit für BIM! Jetzt ist die Zeit reif“ über 80 Entscheider aus der Gebäudetechnik in den thyssenkrupp Testturm in Rottweil eingeladen, um sich über die Vorteile der digitalen Bauplanung zu informieren und sich mit unseren BIM-Experten auszutauschen.

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