Neues Konzept für 3D-Betondruck

Forscher der australischen Universität Swinburne University of Technology entwickelten ein neues, innovatives Verfahren für den 3D-Druck von Beton. Hierfür wurden sie vom Concrete Institute of Australia mit dem Victorian Award for Excellence in Technology ausgezeichnet.

Professor Jay Sanjayan, Leiter der Fakultät Centres for Sustainable Infrastructure ist der Meinung, dass 3D-Druck den Bau mit Beton komplett verändern wird. Vor allem die Möglichkeit von Freiformkonstruktionen soll helfen, die Kosten zu senken, da bei herkömmlichen Verfahren der Beton in eine Form gegossen werden muss. Der 3D-Betondruck hingegen ermöglicht den Bau ohne Schalung. So können Komponenten unabhängig von der Form hergestellt werden. Mit dem schichtweisen Aufbau des Materials lassen sich Komponenten bauen, die mit anderen Verfahren nur zu hohen Kosten zu verwirklichen sind. Bisher sind Planer auf geradlinige Designs festgelegt, da es der Formenbau so verlangt.

Die Forscher passten einen vorhandenen 3D-Drucker an, damit er Zement mit feinkörnigen Geopolymer-Zuschlagstoffen für die Erstellung von 3D-Strukturen verarbeiten kann. Die Geopolymere dienen dabei als Bindemittel und könnten aus industriellen Abfallprodukten gewonnen werden.

Hier sehen Sie das 3D-gedruckte Modell des Opernhauses in Sydney mit Geopolymer (einem Zement aus industriellen Abfallprodukten):

Bild: Swinburne University of Technology
Bild: Swinburne University of Technology

 

Quelle: www.swinburne.edu.au/news

 

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