Selbstdenkende Programme für Planer?

Die Technologie wächst so rasant wie nie zuvor. Smartphones von heute sind leistungsfähiger als die Computer, welche für die erste Mondlandung genutzt wurden. Doch in einem Punkt ist die Technik stehen geblieben: künstliche Intelligenz.

Bislang muss ein Planer nicht nur die Probleme in einem Projekt ermitteln, sondern sich auch die passende Lösung dazu überlegen. Dadurch ist der Computer nichts anderes als ein Werkzeug zum Zeichnen und Berechnen. Wie schön wäre es, wenn der Computer künftig potentielle Lösungen selbstständig findet? Der Planer müsste dann lediglich zwischen den verschieden Optionen wählen.

Jeff Kowalski, Technikvorstand bei Autodesk, arbeitet mit Programmen, die eigenständig gestalten können. Eines der ersten Teile, die er mit diesen Programmen entwickelt hat, war eine Radschwinge für ein Motorrad. Dabei sagte Kowalski dem Computer nur, welche physischen Kräfte auf sie wirken und wo die Verbindungspunkte sind. Das Ergebnis unterscheidete sich vollkommen von den herkömmlichen Radschwingen. Es entsprach eher einer bionischen Lösung, also wie der Natur abgeschaut. Kowalski ist der Meinung, dass dies kein Zufall ist, denn die Natur hatte Millionen von Jahren Zeit, ihre Designstrategie zu perfektionieren.

Planer nutzen Computer heutzutage lediglich zur Lösung von logischen Problemstellungen. Im Zuge der Weiterentwicklung von künstlicher Intelligenz wird auch das generative Design schneller voranschreiten – indem es die Reaktionen von Architekten auf Designvorschläge aufzeichnet und deren Vorlieben in den Designprozess integriert. Wenn der Computer beispielsweise erst einmal die grundlegende Essenz eines Dachs verstanden hat, könnte er dabei helfen, Dächer besser zu gestalten.

Das klingt alles noch sehr futuristisch, jedoch sind wir gespannt, wie sich die Technologie weiterentwickeln wird.

Quellen: brandeins.de | redshift.autodesk.de

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