Vom Zeichenbrett zum Computer

30 Jahre sind eine lange Zeitspanne im Bereich CAD und Kontruktion. Anlässlich des 30-jährigen Jubiläums des AutoCAD Magazins wurden Experten aus der Kontruktionssoftware-Branche zu wichtigen Entwicklungen und Technologien im Engineering-Umfeld befragt, darunter auch die Bytes & Building GmbH. Außerdem wollte das AutoCAD Magazin auch eine Einschätzung dazu haben, wie sich die Arbeitsweise eines Konstrukteurs in den nächsten Jahren verändern wird. In diesem Artikel möchten wir Ihnen das Interview mit unserem Geschäftsführer Bernd Schlenker weitergeben.

Frage: Das AutoCAD Magazin feiert dieses Jahr sein 30-jähriges Bestehen. Was waren für Sie die entscheidenden Entwicklungen in den letzten 30 Jahren im Bereich CAD und Konstruktion?

Bernd Schlenker: Dinge wiederholen sich. Als ich 1987 in die IT-Branche einstieg, musste den Architekten erstmals der Nutzen von CAD und dann die eigentliche Lösung verkauft werden. Heute passiert dasselbe mit BIM. Und damals wie heute gilt für eine erfolgreiche Einführung: „Ohne Fleiß kein Preis“

Frage: Welche Technologien im Bereich der digitalen Konstruktion sind für Sie heute besonders wichtig?

Bernd Schlenker: Die Möglichkeiten der Cloud in den Bereichen Kommunikation, Zusammenarbeit und Analyse von Modellen und Daten. Auch die Vernetzung aller relevanten Daten und deren Auswertung (IoT, Smart Home, Smart City) wird zunehmend interessanter und wichtiger. Letztlich kommen sicher auch AR (Augmented Reality) auf der Baustelle und VR (Virtual Reality) in der Planung zum Einsatz. Die Verfügbarkeit der richtigen Informationen zum richtigen Zeitpunkt am richtigen Ort wird Standard werden.

Frage: Wie wird sich die Arbeitsweise von Konstrukteuren und Architekten in den nächsten Jahren verändern?

Wenn Sensoren in Bauteilen miteinander kommunizieren, Roboter auf der Baustelle zum Einsatz kommen und vieles vorgefertigt wird, müssen Konstrukteure und Architekten dies in einer durchgängigen, digitalen Planung und Ausführung berücksichtigen. Es gilt, die notwendigen Prozesse zu gestalten und mit neuen Technologien intelligent zu verknüpfen. Die Digitalisierung – von der BIM nur ein Teil ist – wird aber auch Konzentrationsprozesse bei den Planern und ihren Arbeitsaufgaben mit sich bringen. Neue Jobs und Aufgabenfelder entstehen. Damit lässt sich auch die Attraktivität der Baubranche steigen und vielleicht können leichter qualifizierte Fachkräfte gefunden werden.

Hier finden Sie die Jubiläumsausgabe als PDF


Quelle: AutoCAD Magazin, Ausgabe 6/18 September/Oktober

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